Restaurierungen


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Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Schwefelformen (Drückformen) erfunden. Durch diese Technik konnte man nun auf den Holzbildhauer, der vorher alle Rahmen geschnitzt hatte, verzichten. Die neue Methode, plastische Verzierungen aufzubringen, gehört von nun an zum Handwerk des Vergolders.

Eine Masse aus Kolophonium, Papier, Knochenleim, Leinöl und Kreide wird erwärmt, wie ein Kuchenteig geknetet und anschließend in eine Schwefelform gedrückt. Nach dem Stürzen der Form wird das Ornament mit einem flachen Messer abge-schnitten und im handwarmen Zustand in das Rahmenprofil -eingelegt. Anschließend werden Hohlräume verkittet und geglättet. Diese Masseverzierung kann im Anschluss vergoldet werden.

In der Restaurierung werden auf diese Weise auch fehlende Ornamente ergänzt. Es wird eine Form durch den Abdruck vom Originalbestand angefertigt und die fehlenden Ornamente pass-genau eingesetzt. Sämtliche Abplatzungen werden gefüllt, gekittet und geschliffen. Danach werden die neu eingefügten Partien dem originalen Farbton bzw. Goldton angeglichen.